Google Ads kann der schnellste Weg zu neuen Kunden sein — oder ein Fass ohne Boden. Der Unterschied liegt selten am Budget, sondern an ein paar Stellschrauben, die in vielen Konten falsch stehen. Hier sind die häufigsten Geldfresser und wie du sie abstellst.
1. Du misst keine Conversions
Der teuerste Fehler überhaupt: Werbung schalten, ohne zu tracken, was sie bringt. Ohne Conversion-Tracking (Anrufe, Formulare, Umsatz) optimierst du blind und Google optimiert auf Klicks statt auf Kunden. Erst das Tracking macht aus Ausgaben eine Investition, die man steuern kann.
2. Zu weit gefasste Keywords
„Weitgehend passende" Keywords ohne Kontrolle lassen Google für alles Mögliche ausspielen. Ein Installateur zahlt dann für „Wasserhahn Funktionsweise" statt „Installateur Notdienst Wien". Arbeite mit präzisen Keyword-Optionen und einer sauberen Struktur — Relevanz schlägt Reichweite.
3. Keine Negativ-Keywords
Was du ausschließt, ist genauso wichtig wie das, worauf du bietest. „Kostenlos", „gratis", „Jobs", „Gehalt" — solche Suchen kosten Geld, bringen aber nie einen Auftrag. Eine gepflegte Ausschlussliste ist einer der schnellsten Hebel für einen besseren Preis pro Anfrage.
4. Alle landen auf der Startseite
Wer auf „Badsanierung" klickt, will eine Seite über Badsanierung sehen — nicht deine allgemeine Startseite. Passende Landingpages mit klarem Angebot und Kontaktmöglichkeit verwandeln deutlich mehr Klicks in Anfragen. Sonst zahlst du für Besucher, die sofort wieder gehen.
5. Standort und Zeiten laufen ungefiltert
Wenn du nur im Umkreis von 30 km arbeitest, sollten deine Anzeigen auch nur dort laufen. Und wenn nachts niemand ans Telefon geht, muss das Budget nicht um drei Uhr morgens ausgegeben werden. Geo- und Zeitsteuerung lenkt jeden Euro dorthin, wo er einen Auftrag bringen kann.
6. „Einstellen und vergessen"
Ads sind kein Selbstläufer. Ohne regelmäßige Pflege blähen sich Suchbegriffe auf, Gebote laufen aus dem Ruder und Gewinner-Anzeigen werden nicht skaliert. Wer wöchentlich testet, misst und nachjustiert, senkt über die Zeit den Preis pro Anfrage spürbar.
Was Google Ads wirklich kostet
Wichtig zu wissen: Das Werbebudget zahlst du direkt an Google, auf deinem eigenen Konto — es geht nie über die Agentur. Sinnvoll ist ein Startbetrag, mit dem sich überhaupt messen lässt; skaliert wird erst, wenn die Zahlen stimmen. So bleibt das Risiko kalkulierbar.
Fazit
Google Ads verbrennt kein Budget — schlecht aufgesetzte Google Ads tun das. Mit Tracking, präzisen Keywords, sauberen Ausschlüssen, passenden Landingpages und laufender Pflege wird aus Werbung ein planbarer Kanal, der mehr zurückbringt, als er kostet.