„Was kostet SEO?“ ist die häufigste Frage, die wir hören, und die ehrlichste Antwort lautet zunächst: sehr unterschiedlich. Das klingt nach einer Ausrede, ist aber keine. In diesem Ratgeber bekommst du konkrete Spannen für den DACH-Raum, die drei gängigen Abrechnungsmodelle und eine klare Liste, was den Preis nach oben oder unten treibt. Danach kannst du jedes Angebot einordnen.
Die kurze Antwort: realistische Spannen
Für einen kleinen bis mittleren Betrieb im DACH-Raum bewegt sich laufende SEO-Betreuung meist zwischen 150 und 900 € im Monat. Einmalige Projekte (etwa ein technisches Audit oder die Optimierung einer bestehenden Seite) liegen je nach Umfang zwischen 500 und 3.000 €. Freiberufliche Stundensätze liegen im Raum von 60 bis 150 €, spezialisierte Agenturen höher.
Diese Spannen sind breit, weil „SEO“ für einen Ein-Mann-Installateur in einer Kleinstadt etwas völlig anderes bedeutet als für einen Online-Shop, der bundesweit gegen große Marken antritt. Wo genau du in dieser Spanne landest, entscheiden die folgenden Faktoren.
Die drei Abrechnungsmodelle
Bevor es um Höhe geht, lohnt der Blick auf die Form der Abrechnung. Es gibt im Wesentlichen drei:
- Monatliche Betreuung (Retainer). Das übliche Modell für laufende SEO. Du zahlst einen festen Monatsbetrag und bekommst dafür ein Paket aus Technik-Pflege, Inhalten, lokaler Optimierung und Reporting. Passt, weil SEO Daueraufgabe ist und keine einmalige.
- Projektpreis. Ein fester Betrag für einen klar abgegrenzten Auftrag, etwa „technisches Audit mit Maßnahmenliste“ oder „10 Leistungsseiten neu aufgesetzt“. Gut, um zu starten oder eine konkrete Baustelle zu schließen.
- Stundensatz. Vor allem bei Freiberuflern. Transparent, aber schwer zu budgetieren, weil du vorab nicht weißt, wie viele Stunden es werden.
Ein viertes „Modell“ solltest du meiden: Bezahlung nach Ranking („wir werden nur bezahlt, wenn du auf Platz 1 stehst“). Das klingt fair, verführt den Dienstleister aber dazu, auf leichte, wertlose Suchbegriffe zu optimieren, die niemand sucht, nur damit die Rechnung fällig wird.
Was den Preis bestimmt
Sechs Dinge entscheiden, wo in der Spanne du landest:
- Ausgangslage. Eine technisch saubere, junge Seite ist günstiger zu optimieren als eine zehn Jahre alte Baukasten-Seite, die erst repariert werden muss.
- Wettbewerb. „Elektriker Kleinstadt“ ist in Wochen machbar. „Kredit vergleichen“ ist ein Milliardenmarkt mit ganzen SEO-Abteilungen dagegen. Je härter das Umfeld, desto mehr Arbeit.
- Reichweite. Lokal (eine Stadt, ein Bundesland) ist deutlich günstiger als national oder gar mehrsprachig.
- Umfang. Nur Technik? Oder auch laufend neue Inhalte, Bilder, Bewertungen, Linkaufbau? Jede Front kostet.
- Content-Produktion. Wenn Texte und Fotos geschrieben und gemacht werden müssen, kostet das mehr, als wenn du sie lieferst.
- Reporting-Tiefe. Ein monatlicher Klartext-Bericht ist Standard. Aufwendige Dashboards und Wettbewerbs-Tracking treiben den Preis.
Was in einem seriösen SEO-Paket steckt
Damit du Angebote vergleichen kannst: Ein ordentliches Monatspaket deckt in der Regel diese Bereiche ab, wenn auch je nach Budget unterschiedlich tief.
- Technik — Ladezeit, mobile Darstellung, Crawlbarkeit, Struktur.
- Inhalte — die richtigen Seiten für die richtigen Suchbegriffe, mit Substanz.
- Lokale Signale — Google-Business-Profil, konsistente Firmendaten, Bewertungen.
- Autorität — sauberer Aufbau von Erwähnungen und Verweisen, ohne gekaufte Links.
- Reporting — monatlich, in Klartext: Rankings, Sichtbarkeit, Anfragen.
Wenn du tiefer verstehen willst, was hinter diesen Bereichen steckt, lies unsere SEO-Grundlagen in 6 Schritten. Für lokale Betriebe ist zusätzlich der Local-SEO-Guide Pflicht.
Rote Flaggen: daran erkennst du ein schlechtes Angebot
Ein paar Aussagen sollten dich sofort vorsichtig machen:
- „Wir garantieren Platz 1.“ Niemand außer Google entscheidet über Rankings. Eine Garantie ist entweder Unwissen oder Bauernfang.
- „100 Backlinks für 49 €.“ Automatisch erzeugte Links von Seiten, die niemand liest. Im besten Fall wirkungslos, im schlechtesten schädlich.
- Lange Mindestlaufzeiten. Gute Arbeit braucht keine 12- oder 24-Monats-Knebel. Monatlich kündbar ist ein Zeichen von Selbstvertrauen.
- Kein Reporting. Wenn niemand dir zeigt, was passiert und was es bringt, zahlst du blind.
Lohnt sich das überhaupt?
SEO ist eine Investition, kein Kostenpunkt, und rechnet sich über den Wert eines Kunden. Ein einziger zusätzlicher Auftrag pro Monat deckt bei den meisten Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben die gesamten SEO-Kosten. Der Unterschied zu bezahlter Werbung: Anzeigen hören in dem Moment auf zu wirken, in dem du sie abschaltest. SEO baut ein Vermögen auf, das weiterarbeitet. Wenn du sofort Anfragen brauchst, sind Google Ads der schnellere, aber dauerhaft teurere Weg. Am wirkungsvollsten ist die Kombination: Ads für sofort, SEO für die Unabhängigkeit in einem Jahr.
Und bei SICHTWEIT?
Wir bieten SEO als einzeln buchbares Modul ab 199 € im Monat, oder als Teil eines Pakets mit Website und Google Business ab 299 € im Monat. Keine Mindestlaufzeit, monatlich kündbar, monatlicher Klartext-Bericht. Was genau drinsteckt, steht auf unserer SEO-Leistungsseite. Und wenn du wissen willst, wo deine Seite heute technisch steht, mach den kostenlosen Sichtbarkeits-Check.
Fazit
SEO kostet im DACH-Raum für kleine Betriebe realistisch 150 bis 900 € im Monat, und der Preis hängt an Ausgangslage, Wettbewerb, Reichweite und Umfang. Miss ein Angebot nicht am Preis allein, sondern an der Ehrlichkeit: keine Garantien, keine gekauften Links, keine Knebelverträge, dafür ein klarer Plan und ein Bericht, der zeigt, was er bringt.