„Was kostet eine Website?“ ist wie „Was kostet ein Auto?“, die ehrliche Antwort ist „kommt darauf an“. Aber das hilft dir nicht weiter. Deshalb schlüsseln wir hier auf, woraus sich der Preis zusammensetzt, welche Größenordnungen realistisch sind und wo versteckte Kosten lauern.
Die zwei Arten von Kosten
Wichtig ist die Unterscheidung: Es gibt einmalige Kosten (die Website bauen) und laufende Kosten (sie betreiben und pflegen). Ein niedriger Baupreis nützt wenig, wenn danach jeder Handgriff extra kostet, und eine „kostenlose“ Baukastenseite kann dich auf Dauer mehr kosten als ein sauberes Projekt.
Was den einmaligen Preis bestimmt
- Umfang: Eine 3-Seiten-Visitenkarte ist etwas anderes als ein 15-Seiten-Auftritt mit Blog und Buchung.
- Individualität: Fertige Vorlage anpassen ist günstiger als ein eigenständiges Design, das zur Marke passt.
- Inhalte: Hast du Texte und Bilder, oder müssen die erst erstellt werden?
- Funktionen: Kontaktformular ist Standard; Onlineshop, Mehrsprachigkeit oder Kundenlogin treiben den Aufwand in die Höhe.
Der Posten, den fast alle unterschätzen, ist der dritte: die Inhalte. Nicht das Bauen dauert lange, sondern das Warten auf Texte und Fotos. Der Satz „Die Texte schreiben wir selbst, das machen wir am Wochenende“ ist der häufigste Grund, warum Projekte statt vier Wochen ein halbes Jahr dauern, und er ist ehrlich gemeint. Es kommt nur selten dazu. Kläre vorher, wer die Texte wirklich schreibt und wer fotografiert. Beides kostet Geld oder Zeit; unsichtbar ist es nie.
Realistische Größenordnungen (DACH)
Als grobe Orientierung für professionelle Anbieter: Eine solide Website für einen lokalen Betrieb liegt meist im Bereich rund 1.500 bis 4.000 € einmalig. Deutlich darunter bewegst du dich meist im Baukasten-Selbstbau; deutlich darüber bei Sonderfunktionen oder Shops. Laufende Betreuung (Updates, Hosting, kleine Änderungen, SEO) wird üblicherweise monatlich abgerechnet. Das sind Richtwerte, keine Festpreise, seriös ist immer ein Angebot auf deinen konkreten Fall.
Wer deutlich weniger verlangt, die 500-Euro-Website, verdient nichts an der Website selbst. Das Geld kommt später: über Hosting-Verträge weit über Marktpreis, über jede Änderung als Einzelposten, oder es ist eine Vorlage mit ausgetauschtem Logo, die dann exakt aussieht wie die von drei Mitbewerbern. Das kann trotzdem eine völlig legitime Wahl sein, du solltest nur wissen, was du kaufst.
Wer deutlich mehr verlangt, fünfstellig für einen lokalen Handwerksbetrieb, verkauft dir meistens Dinge, die deine Kunden nicht brauchen: aufwendige Animationen, ein Redaktionssystem für ein Team, das nie damit arbeiten wird, Konzeptphasen mit Workshops. Für einen Konzern ist das richtig. Für einen Betrieb mit zwölf Leuten, der Anfragen will, ist es Geld, das an anderer Stelle mehr bringen würde.
Die Frage, die dir niemand stellt
Bevor du irgendein Angebot vergleichst, klär eine Sache: Warum willst du eine neue Website? Die ehrlichen Antworten fallen fast immer in eine von drei Kategorien, und sie führen zu völlig verschiedenen Projekten:
- „Meine ist peinlich.“ Es geht um Optik und Selbstbild. Dann ist Design der Schwerpunkt, und ein überschaubares Projekt reicht.
- „Ich bekomme keine Anfragen darüber.“ Dann ist Design nicht das Thema. Dann geht es um Struktur, Tempo, Klarheit und Sichtbarkeit, und eine schönere Seite allein ändert gar nichts.
- „Ich werde bei Google nicht gefunden.“ Dann ist die Website nur die halbe Antwort. Die andere Hälfte ist SEO und dein Google-Profil, und ohne die bringt auch die beste neue Seite keine Anfragen.
Der Grund, warum das wichtig ist: Die zweite und dritte Antwort werden regelmäßig mit einem Redesign beantwortet. Der Betrieb zahlt vierstellig, bekommt eine hübschere Seite, und hat danach exakt gleich viele Anfragen wie vorher. Das Geld war nicht falsch ausgegeben, es war nur für die falsche Frage ausgegeben.
Die dritte Option: mieten statt kaufen
Die meisten Anbieter kennen nur ein Modell, du zahlst einmalig und die Seite gehört dir. Das ist fair, hat aber einen Haken: Du legst vierstellig vor, bevor du weißt, ob die Seite dir überhaupt Anfragen bringt. Und danach bist du für Hosting, Updates und Änderungen selbst zuständig.
Die Alternative ist ein Mietmodell: Statt einmalig ein paar tausend Euro zahlst du einen monatlichen Betrag, bei uns ab 149 € im Monat, ohne Setup-Kosten. Darin stecken Website, Hosting, SSL, Domain und kleine Änderungen. Läuft es nicht, kündigst du monatlich; die Seite läuft auf unserem Hosting und geht dann offline. Willst du sie behalten, kaufst du sie jederzeit einmalig für 1.900 €.
Rechnerisch ist das kein Rabatt, sondern eine andere Verteilung: Auf zwei Jahre gerechnet zahlst du bei der Miete ähnlich viel wie beim Kauf, dafür trägst du kein Vorab-Risiko und die laufenden Posten sind schon drin. Wer lieber besitzt, fährt mit dem Einmalkauf besser. Wer erst sehen will, ob es funktioniert, mit der Miete.
Die versteckten Kosten
Worüber selten jemand spricht: Hosting und Domain, SSL-Zertifikat, Wartung und Sicherheitsupdates, Änderungen nach dem Launch, und die größte verdeckte Position: eine Website, die zwar existiert, aber keine Kunden bringt. Die billigste Seite ist die teuerste, wenn niemand sie findet oder niemand darüber anfragt.
Zwei davon verdienen genauere Worte, weil sie in Angeboten fast nie auftauchen:
Änderungen. Frag vor der Unterschrift, was eine Textänderung kostet und wie lange sie dauert. Die Antwort trennt seriös von unseriös schneller als jeder Preisvergleich. Wenn jede geänderte Telefonnummer als Stundensatz mit 45 Minuten Mindestverrechnung kommt, zahlst du über drei Jahre mehr für Kleinkram als für die ganze Seite. Und der eigentliche Schaden ist nicht das Geld: Irgendwann ruft man nicht mehr an, und die Seite veraltet genau deshalb.
Wer hat die Zugänge? Domain, Hosting, Zugang zur Seite. Wenn all das beim Anbieter liegt und ihr euch zerstreitet, wird es unangenehm. Das ist kein Argument gegen Miete oder Betreuung, bei uns läuft die gemietete Seite bewusst auf unserer Infrastruktur, dafür tragen wir das Risiko. Aber die Domain ist etwas anderes: Sie ist deine Adresse, und du musst sie jederzeit mitnehmen können. Lass dir das schriftlich geben, bei wem auch immer du unterschreibst. Bei uns steht es in den AGB: Wir halten sie nur treuhänderisch und übertragen sie auf Wunsch, auch bei einer Kündigung.
Der eigentliche Maßstab: Was bringt sie zurück?
Eine Website ist kein Kostenpunkt, sondern eine Investition. Die richtige Frage ist nicht „Was kostet sie?“, sondern „Was bringt sie mir an Anfragen?“ Bringt eine Seite für 1.900 € auch nur ein paar zusätzliche Aufträge im Jahr, hat sie sich meist schnell bezahlt gemacht.
Fazit
Eine professionelle Website ist kein Schnäppchen, aber auch kein Luxus. Achte auf Transparenz: klare Aufschlüsselung von einmalig und laufend, keine versteckten Posten, ein Angebot auf deinen Fall. Und lass dir das Mietmodell zeigen, bevor du vierstellig vorlegst, für viele Betriebe ist es der risikoärmere Einstieg. Genau so arbeiten wir: unsere Pakete starten bei 149 € im Monat, monatlich kündbar, und wer die Seite lieber besitzen will, kauft sie einmalig.