Eine Website erstellen zu lassen fühlt sich für viele Betriebe an wie eine Blackbox: unklare Preise, unklarer Ablauf, unklare Dauer. Dieser Leitfaden macht die Box auf. Du erfährst, welche Wege es gibt, was sie kosten, wie ein sauberes Projekt abläuft, was du selbst vorbereiten musst und woran du erkennst, ob du bei den Richtigen bist.
Deine vier Optionen
Es gibt nicht „die eine“ Art, an eine Website zu kommen. Vier Wege sind üblich, mit sehr unterschiedlichen Folgen:
- Selbst mit einem Baukasten (Wix, Jimdo, IONOS). Günstig und schnell, aber du machst alles selbst, die Seiten ähneln Millionen anderen, und in Sachen Tempo und SEO ist oft früh Schluss. Gut für den absoluten Anfang, selten für Wachstum.
- Freiberufler. Persönlich und flexibel. Qualität und Verlässlichkeit schwanken stark, und bei Ausfall oder Wartung stehst du oft allein da.
- Agentur. Mehr Struktur, mehrere Köpfe, läuft auch weiter, wenn einer im Urlaub ist. Teurer in der Erstellung, dafür verlässlicher.
- Website mieten. Ein neueres Modell: Du zahlst monatlich, bekommst dafür Erstellung, Hosting, Pflege und Änderungen in einem. Kein großer Betrag am Anfang, kein Wartungsstress. Passt für Betriebe, die eine gute Seite wollen, ohne Projektmanager zu spielen.
Was kostet eine Website?
Realistische Spannen im DACH-Raum, damit du Angebote einordnen kannst:
- Baukasten selbst: 10 bis 40 € im Monat, plus deine Zeit.
- Einfache Freiberufler-Seite: 800 bis 3.000 € einmalig.
- Professionelle Betriebs-Website (Agentur): 2.000 bis 8.000 € einmalig, je nach Umfang.
- Website mieten: ab etwa 100 bis 250 € im Monat, oft inklusive Hosting und Pflege.
Der Preis hängt vor allem am Umfang: Eine klare Ein-Seiten-Website (One-Pager) ist günstiger als eine mehrseitige Seite mit eigener Leistungsseite pro Gewerk. Wer ganz vorne bei Google stehen will, braucht Letzteres, weil Google Seiten zeigt, nicht Websites.
Der Ablauf, Schritt für Schritt
Ein sauberes Projekt läuft immer in derselben Reihenfolge, egal bei wem:
- 1. Erstgespräch. Wer bist du, wer sind deine Kunden, was soll die Seite erreichen (Anrufe? Anfragen? Termine?). Ohne dieses Ziel wird die Seite hübsch, aber wirkungslos.
- 2. Konzept & Struktur. Welche Seiten braucht es, in welcher Reihenfolge, mit welchem roten Faden. Hier entscheidet sich, ob du später gefunden wirst.
- 3. Design. Das Aussehen, abgestimmt auf deinen Betrieb, nicht von der Stange. Du siehst einen Entwurf und gibst Feedback.
- 4. Umsetzung. Aus dem Design wird eine echte, schnelle, mobil-optimierte Seite.
- 5. Inhalte. Texte und Bilder kommen rein. Der Teil, der am häufigsten hängt, weil er von dir abhängt (dazu gleich mehr).
- 6. Technik-Check & Livegang. Ladezeit, mobile Ansicht, Suchmaschinen-Grundlagen, Impressum und Datenschutz, dann geht die Seite online.
- 7. Danach. Pflege, kleine Änderungen und im Idealfall laufende Sichtbarkeit (SEO), damit die Seite nicht einschläft.
Wie lange dauert das?
Eine gut vorbereitete Betriebs-Website steht meist in 2 bis 4 Wochen. Größere, mehrseitige Projekte dauern 6 bis 10 Wochen. Der mit Abstand häufigste Grund für Verzögerung ist nicht die Technik, sondern fehlende Inhalte: Texte, die niemand schreibt, Fotos, die niemand macht. Wer seine Inhalte parat hat, ist in der Hälfte der Zeit fertig.
Was du selbst vorbereiten musst
Damit dein Projekt nicht ins Stocken gerät, halte diese Dinge bereit:
- Klarheit über deine Leistungen und was dich von der Konkurrenz unterscheidet.
- Echte Fotos. Von dir, deinem Team, deiner Arbeit. Nichts entwertet eine Betriebs-Website so sehr wie Stockfotos von lächelnden Fremden.
- Texte oder Stichpunkte. Eine gute Agentur schreibt daraus fertige Texte, aber den Rohstoff musst du liefern.
- Zugänge: Domain, ggf. bestehendes Hosting, Google-Business-Profil.
- Rechtliches: korrekte Firmendaten für Impressum und Datenschutz.
Mieten oder kaufen?
Die Frage kommt fast immer. Kurz: Kaufen lohnt, wenn du die Seite besitzen und selbst betreiben willst und den einmaligen Betrag stemmen kannst. Mieten lohnt, wenn du planbare kleine Kosten bevorzugst und dich nicht um Hosting, Updates und Pannen kümmern willst. Bei SICHTWEIT kannst du beides: mieten ab 149 € im Monat oder einmalig kaufen für 1.900 € und danach selbst hosten oder den Betrieb an uns abgeben.
Woran du eine gute Agentur erkennst
- Sie fragt zuerst nach deinem Ziel, nicht nach deiner Lieblingsfarbe.
- Sie zeigt echte Referenzen, die du live ansehen kannst.
- Sie redet über Tempo, mobile Ansicht und Auffindbarkeit, nicht nur über Optik.
- Sie erklärt Datenschutz (DSGVO) von sich aus, statt es zu übergehen.
- Sie sagt dir, wem die Seite und die Domain am Ende gehören.
Wenn du wissen willst, wie SICHTWEIT Websites baut, wirf einen Blick auf unsere Leistungsseite Webdesign. Arbeitest du regional, findest du unter Standorte die passende Seite für deine Stadt.
Fazit
Eine Website erstellen zu lassen ist kein Glücksspiel, wenn du den Ablauf kennst: Ziel klären, Struktur bauen, gestalten, umsetzen, Inhalte liefern, live gehen. Rechne mit 2 bis 4 Wochen bei guter Vorbereitung und wähle den Anbieter nicht nach dem schönsten Portfolio, sondern nach den richtigen Fragen. Eine Seite, die niemand findet und die niemanden zum Anrufen bewegt, ist unabhängig vom Preis zu teuer.