Ein Website-Relaunch ist verlockend: neues Design, frischer Auftritt, endlich modern. Aber ein Relaunch ist auch die häufigste Gelegenheit, bei der Betriebe über Nacht ihre Google-Rankings verlieren. Hier erfährst du, wann sich der Neustart wirklich lohnt und wie du ihn machst, ohne dir zu schaden.
Woran du erkennst, dass deine Seite reif ist
- Sie ist am Handy unbrauchbar oder lädt quälend langsam — die häufigsten Website-Fehler, die Kunden kosten.
- Du kannst nichts selbst ändern und niemand erreicht den ursprünglichen Ersteller mehr.
- Sie bringt keine Anfragen — viel Besuch, aber niemand ruft an oder schreibt.
- Sie sieht aus wie 2012 und passt nicht mehr zu dem, was dein Betrieb heute ist.
- Technisch ist sie nicht mehr zu retten — veralteter Baukasten, Sicherheitswarnungen, kein HTTPS.
Achtung: Nicht jedes Problem braucht einen Relaunch. Manchmal reichen gezielte Fixes — ein neuer Titel hier, ein komprimiertes Bild da. Ein kompletter Neubau lohnt, wenn mehrere Punkte oben zutreffen.
Die größte Gefahr: Rankings verlieren
Das ist der Punkt, an dem die meisten Relaunches scheitern. Deine alte Seite hat über Jahre Vertrauen bei Google aufgebaut. Wird sie unsauber ersetzt, ist das oft weg — und plötzlich findet dich niemand mehr. Die drei häufigsten Fehler:
- Keine Weiterleitungen (301-Redirects). Wenn
deinbetrieb.at/leistungennach dem Relaunch verschwindet, ohne auf die neue Seite weiterzuleiten, laufen Google und deine bestehenden Links ins Leere. - Inhalte einfach löschen. Seiten, die gut ranken, sollten nicht verschwinden — ihr Inhalt gehört übernommen und verbessert, nicht weggeworfen.
- Die neue Seite versehentlich vor Google verstecken. Beim Bauen wird eine Seite oft auf „noindex“ gesetzt — wird das beim Livegang vergessen zu entfernen, bleibt die ganze Seite unsichtbar.
So läuft ein sauberer Relaunch
- 1. Bestand sichern: Welche Seiten ranken heute, welche URLs bringen Besuch? Das ist die Landkarte, die du nicht verlieren darfst.
- 2. Struktur planen: Was bleibt, was kommt neu, was wird zusammengelegt — mit den Suchbegriffen im Kopf.
- 3. Bauen & Inhalte übernehmen: Gute alte Texte retten und verbessern, statt bei null anzufangen.
- 4. Weiterleitungen setzen: Jede alte URL zeigt per 301 auf ihr neues Gegenstück. Der wichtigste technische Schritt.
- 5. Livegang & Kontrolle: „noindex“ entfernen, Search Console prüfen, Weiterleitungen testen, Rankings beobachten.
Relaunch oder neu bauen?
Wenn deine Domain schon Vertrauen und Rankings hat, ist ein sauberer Relaunch (gleiche Domain, neue Seite, saubere Weiterleitungen) meist besser, als bei null zu starten. Wie ein Neubau grundsätzlich abläuft und was er kostet, liest du in Website erstellen lassen.
Fazit
Ein Relaunch lohnt sich, wenn deine Seite technisch am Ende ist, keine Anfragen bringt oder nicht mehr zu deinem Betrieb passt. Der Schlüssel ist, die über Jahre aufgebaute Sichtbarkeit nicht wegzuwerfen: Bestand sichern, Inhalte übernehmen, sauber weiterleiten. Machen wir das für dich, kümmern wir uns genau darum — siehe Webdesign.